Wie kein anderes Organ sind die Augen eng mit dem verbunden, man kann sogar der Ansicht sein, dass die Augen eine sensorische Verlängerung des Gehirns darstellen. In der Tat sind die grauen Zellen in die ehvorgänge stark involviert: Einerseits verarbeitet das Gehirn die Nervenreize zu Bildmustern, vergleicht diese mit Bekanntem und weist ihnen Bedeutungen zu - dies alles geschieht in Sekundenbruchteilen. Erst im Kopf entstehen die Bilder, die wir "sehen". Andererseits steuert das visuelle Zentrum des Gehirns auch die feinmotorischen Augenbewegungen: Z.B. das Einschwenken der Augen beim Sehen in die Nähe; das Erweitern und Verkleinern der Pupille, um den Lichteinfall zu regeln oder das Beugen der Augenlinse via die feinen Zillarmuskeln, um den Fokus scharf zu stellen.
Zum Zuge kommt diese Anpass- und Feinkorrektionsfähigkeit des Bildes auch bei der Kompensation etwa einer leichten Übersichtigkeit oder bei einer latenten Schielstellung. Das Abweichen des Blicks wird eine durch laufende Gegensteuerung ausgeglichen - eine verstärkte, aber unbewusste Sehanstrengung, die mit der Zeit ermüden kann. Von Vorteil ist die hohe Anpassfähigkeit unseres visuellen Systems auch bei Gleit- sichtbrillen und Multifokallinsen, wo sich die Augen an eine neue Blicktechnik gewöhnen müssen.
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