Blick in die Ferne:
In entspannter Ruhestellung ist der Blick unserer Augen in die Ferne gerichtet; die Blickachsen der beiden Augen liegen im Regelfall parallel. Leichte Abweichungen in der natürlichen Anlage werden vom visuellen System kompensiert. Auch die Augenlinse, das Fokussiersystem jedes einzelnen Auges, ist in entspanntester Lage auf Weitblick eingestellt
Blick in die Ferne (monokular) Das normalsichtige, Auge hat in Ruhestellung seinen Brennpunkt auf der Netzhaut. Alles, was vom Auge betrachtet wird, fällt genau auf die Netzhautgrube, auf die Zone des schärfsten Sehens.

Blick in die Nähe:
Beim Blick in die Nähe stellt sich das visuelle System auf die verkürzte Distanz ein: Die Augen schwenken nach Innen (Konvergenz) und die Linsen der einzelnen Augen stellen entsprechend scharf. Durch das Zusammenziehen des Zilarmuskels erhöht sich die Krümmung der Augenlinse, bis das Objekt deutlich abgebildet wird. Dieser Anpassvorgang der Augenlinse nennt sich Akkommodation. Durch eine zunehmende Versteifung der Linse schon ab dem 10. Lebensjahr verringert sich dieses Anpassvermögen im späteren Lebensalter. Ein Kleinkind sieht Dinge scharf, die gleich vor seiner Nasenspitze sind, im Alter von 40 bis 50 Jahren liegt dieser Nahpunkt 30-50 cm und mehr von den Augen weg (siehe Fehlsichtigkeiten: Presbyopie / Alterssichtigkeit)

Blick in die Nähe (monokular) Durch Akkommodation (Zilarmuskeln verstärken die Beugung der Augenlinse) kann das Auge den Punkt des deutlichsten Sehen auf die gewünschte Distanz bzw. bis zum Nahpunkt vorverlegen.

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